Kryptowährungen: Geld ohne Bank und ohne Ländergrenzen

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Kryptowährungen: Geld ohne Bank und ohne Ländergrenzen

Wer international handelt, Geld in Währungen anlegt oder einfach viel reist, muss immer wieder Geld tauschen: US-Dollar, chinesische Yuan, kanadische Dollar oder südafrikanischer Rand, japanischer Yen und russischer Rubel sind nur einige der gängigsten Währungen. Ihr Wert schwankt, sodass man mit dem Handel von Währungen durchaus Geld verdienen kann. Aber was wäre, wenn es eine international gültige Währung gäbe, die unabhängig von Notenbanken, Finanzaufsichten, Wirtschaftsmächten und dem politischen Tagesgeschehen?




Was unglaublich klingt, gibt es bereits. Kryptowährungen sind weltweit gültig und können zum Handeln, Investieren oder sogar für Lohnzahlungen genutzt werden. Die Währungen sind unabhängig von der Wirtschaftskraft der Länder. Während konventionelle Währungen vom Bruttoinlandsprodukt des Landes, in dem sie gelten, gestützt werden (und nicht mehr, wie häufig angenommen, von Goldreserven), basiert der Wert von Kryptowährungen darauf, dass alle den Wert schlicht annehmen. Ganz egal, ob irgendwo ein Bürgerkrieg ausbricht, ein Unwetter Ernten vernichtet oder ein Vulkan ausbricht: Die von politischen Landesgrenzen und der Wirtschaftsleistung von Ländern unabhängigen Kryptowährungen bleiben stabil. Eine Finanzkrise wie 2007 wird es damit nicht geben. Und genau aus diesem Wunsch heraus wurden die Währungen kreiert.

Mit dem Bitcoin fing alles an

Als Satoshi Nakamoto, so das Pseudonym des “Erfinders” des Bitcoin, die erste und bis heute weltweit führende Kryptowährung 2009 veröffentlichte, war das noch eine recht kleine Sache. 2008 schon in einem White Paper auf einer Mailingliste vorgeschlagen, interessierten sich erst einmal nur wenige Menschen aus der Szene dafür. Niemand hätte geglaubt, dass bereits im Jahr 2018 um die 4.500 Kryptowährungen auf dem Markt sein würden, von denen etwa 1.000 einen täglichen Umsatz von mehr als 10.000 US-Dollar erreichen. Der Bitcoin hat den größten Marktanteil, alle anderen Kryptowährungen werden heute als Altcoins bezeichnet. Das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern versteht sich als Abkürzung für “alternative zu Bitcoin”.

Nicht-staatliche Währungen

Trotz einiger Versuche (unter anderem dem venezolanischen Petro) werden Kryptowährungen ausschließlich nicht-staatlich geschöpft. Einige Regierungen haben nach Turbulenzen auf dem Markt, spektakulären Kursentwicklungen und noch aufsehenerregenderen Diebstählen wurde in einigen Ländern diskutiert, Kryptowährungen zu verbieten. Mit Ausnahme von China, wo nur noch bestimmte, vom Staat kontrollierte Kryptowährungen gehandelt werden dürfen, ist das aber nicht geschehen. Und das wäre auch sehr schwer umzusetzen, denn Kryptowährungen werden nicht über Notenbanken gehandelt. Wer einen Internetzugang und Speichermedien besitzt sowie über etwas Kapital verfügt, kann weltweit Kryptowährungen nutzen.

Eine Frage der Sicherheit?

Kryptowährungen werden auch gerne im Darknet genutzt, um illegale Dienste und Waren zu zahlen. Es heißt zwar oft, das sei der Sicherheit der Währung geschuldet – aber das stimmt nur zum Teil. Kryptowährungen sind insofern sicher, als dass jede Transaktion nachverfolgt werden kann und Betrug oder Diebstahl nahezu unmöglich sind. Für die Abwicklung illegaler Geschäfte ist das aber auch der große Nachteil: Es ist eben immer nachvollziehbar, wer zu welchem Zeitpunkt welchen Coin genau besessen hat und an wen die Währungseinheit weitergegeben wurde.

Möglich ist diese Transparenz aufgrund der Technologie, die hinter Kryptowährungen steckt. Sie basieren auf der sogenannten Blockchain.

Vertrauen ist die Basis

Zuerst einmal funktionieren Krytowährungepn nur, weil alle Beteiligten ein ordentliches Maß an Vertrauen in die Währung haben. Sie sind sich über den Wert der Währung einig – und das garantiert den Wert. Es gibt zwei Möglichkeiten, an eine Kryptowährung zu kommen: Man kann sie generieren, also minen (schöpfen), indem für Berechnung komplexer Vorgänge Rechenkapazitäten zur Verfügung gestellt werden. Bei jeder KRyptowährung unterscheidet sich der genaue Vorgang, und die für das Minen einer Währungseinheit nötigen Rechenvorgänge werden immer komplexer im Laufe der Zeit.

Die zweite Möglichkeit ist, die Währung einfach zu kaufen. Das passiert bei einem Händler, normalerweise im Internet.Auf einem Konto werden die nötigen Beträge in einer konventionellen Währung eingezahlt, die Transaktion wird verifiziert, und der Händler speichert den äquivalenten Betrag in der gewünschten Kryptowährung. Das klappt bei den bekannten Währungen mit einem entsprechend großen Handelsvolumen direkt, andere können nur über Umwege erworben werden. Umweg bedeutet in diesem Fall, dass der oder die Kaufwillige sein Geld erst in Bitcoin oder Ripple oder Ethereum 8also eine der größten und bekanntesten Kryptowährungen) umtauschen muss, bevor gegen eine Zahlung in der Kryptowährung der Altcoin erworben werden kann. Aber wie genau wird nun aus Rechenleistung Geld?

Wie an einer Perlenschnur aufgereihte Datenblöcke

Kryptowährungen werden innerhalb sogenannter Peer-to-Peer-Netzwerke gehandelt. Hier werden auch Botschaften veröffentlicht, die mit asymmetrischer Kryptographie signiert sind. Die Kryptowährung besteht also erst einmal aus diesen Botschaften: XY sendet ZZ einen bestimmten Betrag. ZZ hat von XY einen Betrag erhalten. Der Rest ist Buchhaltung: Die einzelnen Datenblöcke referenzierten jeweils ihren Vorgänger und bilden damit eine Kette. Das ist also eine Kette aus Datenblöcken – die Blockchain. Dabei kann man sich jeden einzelnen Datenblock wie eine neue Seite in der Buchhaltung vorstellen. Will ein Teilnehmender oder eine Teilnehmende der Buchhaltung einen neuen Block zufügen, darf er das. Und in dem Block darf außerdem er zu bestätigenden Transaktion auch eine Transaktion aus dem Nichts auf das eigene Konto enthalten sein. Damit erhält dieser oder diese Teilnehmende den Teilbetrag der Neuemission, der per Regelwerk vorgegeben und an diesen Block gebunden ist.

Das ist eine stark vereinfachte Erklärung – natürlich sind an die Neuemissionen Schwierigkeiten gebunden, Bedingungen müssen erfüllt werden und so weiter. Und für jede Transaktion werden Transaktionsgebühren erhoben, damit sinnlose Überweisungen von minimalen Beträgen so uninteressant wie möglich werden. Die Idee dahinter ist, Angriffe durch eine Überlastung zu vermeiden.

Die Technologie der Blockchain wird bislang nur für Kryptowährungen genutzt. Das wird aber nicht so bleiben, denn das Potential hinter diesen Ketten aus Datenblöcken ist groß und kann in den verschiedensten Situationen genutzt werden.

Krypto-Trading – seriös oder nicht?

Das ist eine gute Frage. Es kommt immer darauf an. Zahlreiche Plattformen, Broker und Anbieter werben im Netz damit, dass man über eine sehr geringe Investition in eine Kryptowährung sehr schnell zu sehr viel Geld kommen kann. In manchen Fällen mag das tatsächlich funktionieren, aber oft steckt Betrug dahinter. Wer sich für den Handel mit Kryptowährungen interessiert, soll hier nicht verschreckt werden – aber es ist doch ratsam, sich sehr ausführlich zu informieren.

Die Guten von den Schlechten trennen

Erfahrungen mit Bitcoin Trader gibt es auf verscheidenen Portalen, ebso gute Bitcoin Trader erlauben, im Demo-Betrieb Erfahrungen zu sammeln und mit kleinen Beträgen zu b beginnen. Tutorials erklären bis ins kleinste Detail, worum es bei Kryptowährungen geht, wie die Währungen funktionieren, und vor allem was Trading bedeutet. So können sich auch Anfänger und Anfängerinnen mit einem überschaubaren Risiko langsam in die Materie einarbeiten. Die großen Handelsplattformen, Bitcoin.de, Kraken und dergleichen, sind durchaus seriös. Trotzdem ist Trading immer mit Risiko verbunden – zumal gerade Kryptowährungen extrem volatil sind.

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