Firmenkredit

Finanzblog

Ein Firmenkredit ist ein Darlehen, das an Unternehmen oder Selbstständige vergeben wird. Die Zwecke dieses Firmenkredits sind zum Beispiel die Finanzierung bestimmter Investitionen, der Erwerb von Betriebsmitteln oder auch eine Übernahme von anderen Betrieben. So kann der Firmenkredit von Unternehmern, Freiberuflern, Selbstständigen oder Gründern beantragt werden.

Was ist ein Firmenkredit?

Im Dickicht der Kredite für Firmen ist es oftmals sehr schwer, die Differenzen der Kreditarten herauszufinden. Hinzu kommen noch die mannigfaltige Verwendung von Begriffen und Definitionen sowie der Einsatz von Fachvokabular. Bei der Suche nach einem zweckdienlichen Firmenkredit für das Investitionsvorhaben werden die Unternehmen auf verschiedene Begriffe stoßen. Diese reichen von Betriebsmittelkredit über Kreditlinie, Investitions- und Kontokorrentkredit bis zu einem gewerblichen Darlehen.
Ein Firmenkredit wird auch Geschäfts- oder Gewerbekredit genannt und ist eine Beschaffung von Geldmitteln auf bestimmte Zeit und wird einem Unternehmen durch den Gläubiger gegen eine Entgeltbezahlung gewährt. Dies ist eine besonders weit gefasste Erklärung, welche alle Kreditarten miteinander bündelt, wie auch Darlehen und Avalkredite. Rechtlich betrachtet gilt dieses Kreditgeschäft als Besorgungsvertrag für ein Geschäft nach dem § 675 BGB. Hiervon sind hier jedoch Sonderformen wie die ausgenommen.

Ein Firmenkredit ist nach § 488 BGB als eine gesonderte Geldleihe erklärt. Hierin ist definiert, dass der Geber des Darlehens sich verpflichtet, dem Kreditnehmer eine bestimmte Summe gegen Schuld- und Zinsrückzahlung zu überlassen. Der Kredit wird somit dem Kreditgeschäft zugezählt. Der Begriff des Kredits ist damit auch der umfassendere Name und steht als Begriff dafür, dass dem Schuldner externe Geldgeber die liquiden Mittel bereitstellen.

In der Geschäftspraxis ergibt sich die etwaige Verwendung der Definitionen „Kredit“ und „Darlehen“ oft in Abhängigkeit von Kapitalbedarf und Laufzeit. Der jeweilige Kredit läuft über eine kurze Vertragsdauer von etwa 1 bis 5 Jahren und wird schon für kleine Summen vergeben. Dieser Kredit gilt in aller Regel als längerfristige Finanzierung von 5 Jahren mit hohem Finanzierungsbedarf, meist in mehrstelliger Höhe. Der Unterschied wird jedoch vermehrt bei privaten Kunden vorgenommen als auf dem Gebiet der Firmenkredite.

Vorteile eines Firmenkredites

Wenn Unternehmer nun planen, in die Firma zu investieren, haben aber nicht hinreichend Kapital zur Verfügung, dann ist ein Firmenkredit das Richtige. Dies kann auch der Fall sein, wenn die Mittel im Unternehmen festgebunden sind. Eine Kreditfinanzierung wird aus unterschiedlichen Gründen oft von Unternehmen als eine Art der Finanzierung gewählt. Über den Firmenkredit können Unternehmen nun das nötige Fremdkapital aufnehmen, um Anschaffungen für den Betrieb zu finanzieren. Der Gewerbekredit oder das gewerbliche Darlehen gibt somit die Möglichkeit, das Wachstum des eigenen Unternehmens voranzutreiben.
Eine solche Finanzierung ist in aller Regel immer zweckbestimmt. Dies bedeutet, dass der Kauf von Inventar für den Betrieb als Umlauf- oder Anlagevermögen in die Firmenbilanz eingeht und das Kapital des Unternehmens erhöht wird. Auch die Zinsbelastungen können Unternehmer hierbei zudem steuerlich absetzen und Anschaffungen für den Betrieb über die Nutzungsdauer hin abschreiben.
Die Arten eines Firmenkredites

Welches Geschäftsvorhaben die Unternehmer umsetzen möchten, über den Firmenkredit haben sie vor allem die Möglichkeit, die Gewerbefinanzierung verwirklichen zu können. Mit den notwendigen Angaben für die Finanzierung können Unternehmer die Kreditlösung bestimmen:

Ein Firmen- oder Betriebsmittelkredit wird in aller Regel verwendet, um das Umlaufvermögen, zum Beispiel den Wareneinkauf zu finanzieren. Hierfür wird der vorhandene Kontokorrentkredit des Unternehmens beansprucht. Dies ist zugleich der sogenannte Firmendispo. Hiermit können die Unternehmer kurzfristige Engpässe bei der Zahlung überbrücken und bekommen hierfür die Reaktionsschnelligkeit. Wenn aber Firmeninhaber dauerhaft auf eine solche Lösung zurückgreifen, sollten diese eventuell über einen möglichen Investitionskredit nachdenken. Die Belastungen für die Zinsen für die Nutzung dieses Kontokorrentkredits sind nur wenig höher, zumeist im zweistelligen Bereich und deshalb auch nur für temporäre Finanzierungen zu empfehlen.
Der Firmen bzw. Investitionskredit ist langfristig angelegt und läuft stets über eine festgelegte Laufzeit mit einer festen Rückzahlung. Die Höhe der Summe des Kredites wird vorher definiert. Die festgesetzten Höchstgrenzen sind von der entsprechenden Bank abhängig, ein einzelner und größerer Kredit aber maximal 25 Prozent des eigenen Kapitals betragen. In den allermeisten Fällen sind die Zinsen hier für die Dauer der Laufzeit des Kredites festgeschrieben. So profitieren Unternehmer von Sicherheit sowie einer festen Grundlage für die Kalkulation.
Dass die Gestaltung des Vertrages, die Investitionssumme, die Konditionen und Laufzeit individuell für das Unternehmen und den Bedarf berücksichtigt, ist im Allgemeinen bekannt. Auch die weiteren Bestandteile können sich bei den Geldgebern unterscheiden. Daher empfiehlt es sich, hier genau hinzuschauen.

Staatlich geförderte Firmenkredite

Über eine KfW-Förderung erhalten die Unternehmer oder die Existenzgründer preiswerte Firmenkredite in Höhe von bis zu 25 Millionen Euro. Dies ist zum Beispiel der ERP-Gründerkredit. Zudem vergeben die Förderbanken der Bundesländer die Firmenkredite mit einer staatlichen Förderung. Wichtige Beispiele für die Förderbanken auf Landesebene sind die LfA aus Bayern oder die IBB aus Berlin. Ob Förderbank oder KfW, ein Firmenkredit wird stets über die eigene Hausbank beantragt und dann auch vergeben. Ein Vorteil für die eigene Hausbank ist, dass durch eine staatliche Förderung oftmals auch das Ausfallrisiko für die Bank gesenkt wird. Jener Aspekt erhöht die Chancen, das Darlehen auch zu bekommen.

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